Wolfram Göll einstimmig nominiert

Der CSU-Ortsverband in der Gemeinde Kammerstein hat Wolfram Göll als Bürgermeisterkandidaten nominiert. Der 49 Jahre alte Journalist aus Schwabach wurde mit 22 von 22 abgegebenen Stimmen gewählt – und damit logischerweise einstimmig, wie die CSU-Ortsvorsitzende Diana Peipp bekanntgab.

Göll hatte in seiner Vorstellungsrede ausdrücklich die Lebensleistung des scheidenden Bürgermeisters Walter Schnell gewürdigt: „Die Gemeinde Kammerstein ist offensichtlich in einem guten Zustand, beispielsweise sind mehrere Dorfplätze schön saniert worden, die Straßen sind größtenteils in Ordnung, Bau- und Gewerbegebiete sind da, auch die Finanzen scheinen intakt zu sein.“ Allerdings gelte es, die Gemeinde von hier aus in die Zukunft zu entwickeln – und dafür wolle man jetzt ein Konzept aufstellen: „Wie soll unsere Gemeinde Kammerstein im Jahr 2030 und 2040 ausschauen? Man sollte schon zumindest eine grobe Vorstellung davon haben, wohin man will, ehe man den ersten Schritt macht“, betonte Göll.

Tour von Haus zu Haus

Für dieses Konzept hätten er und der CSU-Ortsverband bereits viele eigene Ideen, unterstrich der Bürgermeisterkandidat – aber im Wesentlichen wolle man das Konzept im Dialog mit den Bürgern der Gemeinde, mit den Vereinen – von der Feuerwehr bis zu den Kärwaboum aller Ortsteile –, mit Kirchenvertretern, Landwirten und Mittelständlern ausarbeiten. „Ein wichtiges Thema wird beispielsweise der Bereich ÖPNV und Busverkehr sein – denn bisher kommen die Bürger vor allem mit dem Auto aus der Gemeinde weg und wieder heim“, kündigte Göll an. Ein attraktives, einigermaßen eng getaktetes und zuverlässiges öffentliches Transportangebot zum und vom Schwabacher Bahnhof müsse entstehen.

Als größte Herausforderung bezeichnete es Göll, die Gräben zwischen den einzelnen Gemeindeteilen, die sich wegen des Schulstreits aufgetan haben, zu überbrücken. „Obwohl ich weder ausgebildeter Psychiater noch Seelsorger bin, kann ich durchaus zuhören, Kritik und Sorgen der Menschen aufnehmen. Einige Bürger haben mir bereits sehr deutlich ihre Meinung gesagt“, berichtete Göll.

Lebensqualität in allen Ortsteilen erhöhen

„Es gilt jetzt, nach vorne zu schauen und die Lebensqualität insgesamt zu verbessern, und das in allen Ortsteilen. Das ist die wichtigste Aufgabe für die Kommunalpolitik“, unterstrich Wolfram Göll. Zentral sei jetzt, neues Vertrauen in der Gemeinde insgesamt aufzubauen, sonst sei eine gedeihliche Entwicklung nicht möglich. „Im Wort ,Gemeinde‘ steckt das Wörtchen ,gemein‘ drin. Aber bitte nicht ,gemein‘ im Sinne von ,fies‘ und ,hinterhältig‘, sondern im Sinn von ,gemeinsam‘ und ,gemeinschaftlich’“, betonte der Bürgermeisterkandidat.

„Wolfram Göll passt vom Wesen, Charakter und Humor her perfekt in eine ländliche Gemiende wie Kammerstein“, betonte CSU-Kreisvorsitzender Volker Bauer. „Als externes Schwabacher Urgestein kann er unbelastet auf alle Bürger zwischen Haag, Haubenhof, Barthelmesaurach und Volkersgau zugehen. Er hat einen großen geschichtlichen und auch kirchlichen Hintergrund, zudem verfügt er über großes Einfühlungsvermögen“, sagte der Landtagsabgeordnete. Ortsvorsitzende Diana Peipp meinte: „Die bisherigen  Gespräche haben uns gezeigt, dass Wolfram Göll sehr schnell spürt, wo der Schuh drückt. Damit ist er in der Lage, Gräben zu überbrücken und zu schließen. Er ist ein Pragmatiker und findet auch passende Lösungen.“

Sympathischer Kerl, robuster Humor

„Wolfram Göll passt zu uns. Er spricht unsere Sprache und versteht unsere Anliegen. Er analysiert und begreift schnell die Problemlagen. Von dort aus schafft er es, pragmatische und unkomplizierte Lösungsmöglichkeiten zu konstruieren“, sagte der stellvertretende Ortsvorsitzende Jürgen Melzer. CSU-Ehrenvorsitzender Heinrich Volkert sieht in Wolfram Göll einen verlässlichen Gesprächs- ud Verhandlungspartner für die Landwirtschaft. „Denn ohne die Landwirtschaft ist eine gesunde Entwicklung der Gemeinde nicht möglich“, so Volkert.

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