„Global Player“ und „Hidden Champion“ aus Barthelmesaurach

Hidden Champion“, „Global Player“, „Weltmarktführer“: Attribute, die man für eine relativ junge Firma der Region vielleicht nicht unbedingt erwarten würde. Und doch treffen alle für „WILAmed“ im Barthelmesauracher Gewerbegebiet zu. Gute Gründe für den Bürgermeister-Kandidaten Wolfram Göll also, gemeinsam mit einigen CSU-Gemeinderatskandidaten dem mittelständischen Unternehmen einen Besuch abzustatten.

Ein Vorzeigebetrieb, der die volle Aufmerksamkeit der Gemeinde verdient.

Wolfram Göll

Ein Vorzeigebetrieb, der die volle Aufmerksamkeit der Gemeinde verdient“, sagte Göll nach einem intensiven Gespräch mit der Geschäftsleitung. Insbesondere das Anliegen der Firmenleitung, dass ihren Angestellten einen leistungsfähigen Busverkehr benötigen, stößt bei Wolfram Göll auf offene Ohren: „Das ist genau mein Ansatz: eine regelmäßige und zuverlässige Verbindung vom und zum Schwabacher Bahnhof. Das müssen nicht unbedingt große Busse sein, sondern man könnte sich auch mit Kleinbussen oder alternativen Formen wie Sammeltaxis behelfen. Darüber wird noch zu reden sein.“

70 Prozent Exportanteil, Beziehungen auf alle Kontinente

Der auf Beatmung spezialisierte Hersteller von medizinischen Geräten und Zubehör aus Barthelmesaurach ist ein weltweit agierendes Unternehmen mit 70 Prozent Exportanteil und beliefert nahezu alle Kontinente. Auf dem Gebiet der Atemgasbefeuchtung zählt „WILAmed“ mit zu den global führenden Anbietern von Medizintechnik.

Wir werden weiter wachsen und müssen auch langfristig planen.

Claudia Röttger-Lanfranchi.

Grundsätzlich wird die Atemluft für die Patienten auf Körpertemperatur angewärmt und auf 100 Prozent befeuchtet, um die Heilungschancen zu optimieren, wie Marcello Lanfranchi erklärt. Dabei stellt „WILAmed“ eigene Atemschlauchsysteme für Erwachsene, Kinder und seit einigen Jahren auch für frühgeborene Babys her. Insgesamt hat die Firma etwa 400 Konfigurationen an Beatmungsschläuchen im Angebot, rechnet Lanfranchi vor.

Mittlerweile 150 Beschäftigte

1997 von den Ehepaaren Röttger-Lanfranchi sowie Winkler gegründet und 2006 ins heutige Firmengebäude im Gewerbegebiet in Barthelmesaurach gezogen, arbeiten dort heute nach mehreren Erweiterungen 150 Beschäftigte. „Wir werden weiter wachsen und müssen auch langfristig planen“, erklärt Geschäftsführerin Claudia Röttger-Lanfranchi.

Spätestens in zehn Jahren könnten wir durchaus neue Flächen brauchen.

Claudia Röttger-Lanfranchi

Noch steht ein Reserve-Grundstück mit 5000 Quadratmetern zur Verfügung. „Aber spätestens in zehn Jahren könnten wir durchaus neue Flächen brauchen“, so Röttger-Lanfranchi. Allerdings gibt es auch brandaktuellen Bedarf bei „WILAmed“: Der Breitbandausbau, ein leistungsfähiger Busverkehr und Plätze für den Nachwuchs der Mitarbeiter im neu entstehenden „Diakoneo“-Kindergarten in Barthelmesaurach stehen ganz oben.

Förderungen unterstützen gesundes Wachstum

Darum muss sich die Gemeinde freilich zeitnah kümmern“, sagte der Kammersteiner CSU-Landtagsabgeordnete Volker Bauer und betonte die Unterstützung für Unternehmen wie „WILAmed“ von der Landesebene aus. „Vom Landtag vergebene Förderungen unterstützen gesundes Wachstum und schaffen starke Arbeitgeber vor Ort“, so Bauer.

 

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