Enge Zusammenarbeit zwischen Kirchen und politischer Gemeinde

Die politische Gemeinde Kammerstein und die Kirchengemeinden sollen nach dem Willen des Bürgermeister-Kandidaten Wolfram Göll auch in Zukunft eng zusammenarbeiten. Das betonte der CSU-Bürgermeister-Kandidat in einem Gespräch mit Vertretern von insgesamt fünf evangelischen und katholischen Kirchengemeinden. „Ich bin ausgesprochen froh, dass die Kirchengemeinden und die politische Gemeinde Kammerstein so gut und fruchtbar zusammenarbeiten. Ich möchte das – wenn möglich – noch weiter ausbauen“, sagte Wolfram Göll.

Die Kirchengemeinden leisten unverzichtbare und wertvolle Arbeit, die die staatliche Seite nie in dieser Weise schaffen würde.

Wolfram Göll

An dem Kirchen-Gespräch mit Bürgermeister-Kandidat Wolfram Göll und CSU-Gemeinderat Jürgen Götz im Gemeindehaus Barthelmesaurach nahmen die drei evangelischen Pfarrer von Kammerstein, Barthelmesaurach und Unterreichenbach mit dem Außenort Oberreichenbach teil – Stefan Merz, Felizitas Böcher und Werner Konnerth – außerdem die evangelischen Kirchenvorstandsmitglieder Renate Götz (Schattenhof) und Anita Meister (Oberreichenbach). Von katholischer Seite nahmen die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gabriele Gottfried von St. Sebald/Schwabach teil, Kirchenpfleger Günther Gottfried von St. Peter und Paul – beide zuständig für den Bereich Haag/Kammerstein/Volkersgau/Günzersreuth – sowie das langjährige Kirchenverwaltungsmitglied Willy Kaiser für den Bereich Barthelmesaurach/Rudelsdorf.

Kirche ist fest in der Bevölkerung verankert

Die Gemeinden sind fest in der Bevölkerung verankert, die Kirchen in Kammerstein und Barthelmesaurach sind speziell an hohen Festtagen brechend voll, die Unterstützung für kirchliche Vorhaben und Projekte ist konstant hoch“, lobte Wolfram Göll. „Die Kirchengemeinden leisten gerade in der seelsorgerlichen Unterstützung der Menschen, der Erziehung der Jugend sowie im sozial-diakonischen Bereich unverzichtbare und wertvolle Arbeit, die die staatliche Seite nie in dieser Weise schaffen würde.“ Göll hatte viele Jahre lang etwa für den Kirchenfunk des Bayerischen Rundkfunks über die besondere Bedeutung der Kirchen für das Gemeinwesen in Bayern berichtet. Er ist selbst Mitglied der Kirchenverwaltung St. Sebald/Schwabach.

Weiteres Thema des Gesprächs waren Möglichkeiten und Wege zum Aufbau von Vertrauen und Versöhnung innerhalb der politischen Gemeinde. Pfarrer Stefan Merz und Willy Kaiser lobten, dass sich etwa die Sportvereine mit ihrerer gemeinsamen Jugendarbeit nie hätten auseinanderdividieren lassen. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg habe es Differenzen zwischen den Dörfern gegeben, meinte Willy Kaiser. Allerding habe man sich bis zum Schulstreit ganz gut miteinander arrangiert.

Enge Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden

Man müsse den Bedürfnissen der Bürger der einzelnen Ortsteile auf den Grund gehen, dies werde viele Gespräche benötigen, so der gemeinsame Tenor. Pfarrerin Felizitas Böcher merkte an, dass sich manche Gemeindeteile etwas abgehängt fühlten, da es nach dem Verlust der Selbständigkeit auch keine Geschäfte mehr am Ort gebe. Die evangelischen Kirchengemeinden Kammerstein und Barthelmesaurach jedenfalls arbeiteten vor allem bei Gottesdiensten und in der Konfirmanden-/ Präparandenbetreuung gut und eng zusammen, lobte sie. Pfarrer Merz ergänzte, das Gehalt der Jugendbetreuerin werde gemeinsam je zur Hälfte finanziert.

Die Sternsingeraktion wird sehr gut angenommen. Unsere Sternsinger werden von den Bürgern aller Konfessionen immer sehr freundlich begrüßt.

Gabriele Gottfried

Pfarrer Werner Konnerth stellte fest, dass Kirchengemeinde Gemeinde Unterreichenbach mit dem Außenort Oberreichenbach wegen der relativen Randlage mit der politischen Gemeinde Kammerstein ziemlich wenige Schnittpunkte aufweise. Da wo es aber Berührungspunkte gibt, erlebe er die Zusammenarbeit als konstruktiv und bereichernd für beide Seiten. Gabriele Gottfried erklärte, der wichtigste Berührungspunkt der katholischen Gemeinden mit der Kammersteiner Öffentlichkeit sei eigentlich die Sternsingeraktion: „Die wird sehr gut angenommen. Unsere Sternsinger werden von den Bürgern aller Konfessionen immer sehr freundlich begrüßt.“ Leider gebe es seit einigen Jahren keine regelmäßigen katholischen Gottesdienste in Kammerstein mehr. Im Gegensatz zu Barthelmesaurach, wo die Katholiken nach wie vor einmal pro Monat zur Vorabendmesse in der evangelischen Kirche zu Gast seien, wie Willy Kaiser lobte.

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